Organisation Sekundarstufe Ⅰ

Die Sekundarstufe Ⅰ schliesst an die Primarstufe an und führt den Bildungsauftrag weiter. Sie unterstützt die Jugendlichen im Sinne einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung und fördert das selbständige Denken und das eigenverantwortliche Handeln. Die Sekundarstufe Ⅰ leistet einen wichtigen Beitrag an die Berufsorientierung, an die Berufswahl oder die Wahl einer weiterführenden Schule. Sie unterstützt die Jugendlichen und Erziehungsberechtigten in diesem Prozess. Ziel ist ein erfolgreicher Abschluss der Volksschule und eine Anschlusslösung in die Sekundarstufe Ⅱ mit einer Berufslehre oder einer weiterführenden Schule.

Die Sekundarstufe Ⅰ ist in Anforderungsniveaus gegliedert. Die Anforderungsniveaus B, E und K bereiten die Schülerinnen und Schüler vor auf Berufslehren (mit und ohne Berufsmaturität), auf Fachmittelschulen und später auf die Fachhochschulen. Das Abschlusszertifikat am Ende des 3. Sekundarschuljahres gibt Auskunft über die erreichten Leistungen. Es besteht aus dem Teilzertifikat «Leistungstests S2/S3», dem Teilzertifikat «Erfahrungsnoten des letzten Schuljahres» und dem Teilzertifikat «Projektarbeit». Das Anforderungsniveau P bereitet auf das Gymnasium vor.

Die Möglichkeiten für einen Wechsel, im Sinne der Durchlässigkeit innerhalb der verschiedenen Anforderungsniveaus der Sekundarstufe, sind im Laufbahnreglement für die Volksschule und im Promotionsreglement Maturitätsschulen aufgeführt. Detaillierte Auskunft erteilen die Lehrpersonen oder Schulleitungen.

Aus dem Flyer zur Sekundarstufe Ⅰ; im Kanton Solothurn


Umsetzung an der OWO

Sekundarschule P

Progymnasialer Typ der Sekundarschule

Die SEK P dauert nur zwei Jahre. Sie dient der Vorbereitung für das Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler können prüfungsfrei in das Gymnasium der Kanti Solothurn wechseln, um dann dort nach weiteren vier Jahren die Maturität abzulegen.

Die Schülerinnen und Schüler können zwischen den beiden Wahlpflichtfächern Latein oder Wissenschaft & Technik auswählen. Für den späteren gymnasialen Werdegang spielt es keine Rolle, welches der beiden Fächer belegt wird.

Sekundarschule E

Erweiterte Anforderungen der Sekundarschule

Die SEK E bereitet auf alle Berufslehren mit erhöhten Anforderungen hin. Ebenfalls können die Schülerinnen und Schüler die Fachmittelschule FMS oder Berufsmittelschule BM nach Abschluss der SEK E besuchen. Dem Berufsfindungsprozess, dem selbstgesteuerten Lernen und den erweiterten Erziehungsanliegen wird auch das nötige Gewicht beigemessen.

Sekundarschule B

Basisanforderungen der Sekundarschule

Die SEK B bereitet auf Berufslehren mit Grund- und Basisansprüchen vor. Deshalb wird dem Berufsfindungsprozess und dem selbstgesteuerten Lernen grosses Gewicht beigemessen.

Die Schülerinnen und Schüler der SEK E und B haben die gleiche Stundentafel. Schülerinnen und Schüler, die spezielle Förderung zugute haben, werden in der SEK B integriert unterrichtet. Eine speziell ausgebildetete Lehrperson – eine Förderlehrperson – unterrichtet diese Schülerinnen und Schüler in einzelnen Fächern nach individuellen Lernzielen.

Abschlusszertifikat und 9. Schuljahr

Im 9. Schuljahr werden Profilfächer angeboten, die mit je zwei Lektionen pro Modul belegt werden.

Das Abschlusszertifikat Ende 9. Schuljahr besteht aus dem Zeugnis, den Ergebnissen des Check S2/S3 und der Projektarbeit.


Aus dem Flyer Sekundarstufe Ⅰ Kanton Solothurn