Sek B, E oder P? Welche Stufe passt zu meinem Kind?

Die OWO lud am Donnerstagabend 25. Oktober 2018 die Eltern der Sechstklässlerinnen und Sechstklässler zum Informationsabend ein. Ziel war es, vertieft über die drei verschiedenen Profile der Sekundarschule Sek B, Sek E und Sek P zu informieren. So sollen die Eltern ihre Entscheidungsgrundlage festigen können, damit sie im Vorfeld des Übertrittsgesprächs im März nächsten Jahres ebenfalls zusammen mit ihrem Kind eine Einschätzung vornehmen können, in welches Anforderungsprofil ihr Kind eingeteilt werden soll.

Während Adrian van der Floe (Gesamtschulleiter) und Stefan Flückiger (Standortleiter oz13) im ersten Teil nochmals über die verschiedenen Profile informierten, sollten die Eltern im zweiten Teil aus erster Hand von Erfahrungen profitieren können – nämlich von ehemaligen Schülerinnen und Schülern der OWO.

„Heute möchten wir Vorurteile aus dem Weg räumen!“, betonte Stefan Flückiger, Standortleiter oz13. Er begann nämlich damit, dass ihm auch schon zu Ohren gekommen sei, dass man aus der Sek B eh keine Chance habe, erfolgreich eine Berufslehre absolvieren zu können. Dies stimme aber auf keinen Fall. Die Sek B habe viele Vorteile, dazu gehören etwa die kleineren Klassen, die individuellere Betreuung, die Klassenlehrperson, die als starke Bezugsperson fast alle Fächer selber unterrichtet sowie die Förderlehrperson, welche in der Klasse ebenfalls alle Jugendlichen unterstützt.

Für manche Kinder hingegen sei die Sek E die passende Stufe, sie bereitet auf eine Berufslehre mit höheren Ansprüchen vor und biete auch Durchlässigkeit für den Eintritt ins Gymnasium oder an die Fachmittelschule.

„Die Sek P hingegen führt ganz klar auf die Maturitätsschule und den akademischen Ausbildungsweg hin“, so Stefan Flückiger. Wer also eine Berufslehre oder auch eine Fachmittelschule machen möchte, sei in der Sek P am falschen Ort – dies auch, weil dort nur wenig Berufsorientierung betrieben werde. Und schliesslich könne man aus der dritten Sek E bei entsprechenden Leistungen immer noch prüfungsfrei ans Gymnasium übertreten.

Wichtig sei in erster Linie, dass ein Kind in jene Stufe wechsle, in welche es aufgrund seines Potentials auch hingehöre, so Flückiger. Jedes Jahr gebe es einige Wechsel, weil Kinder die Anforderungen nicht erreichen. Da dies oft mit einer Leidenszeit verbunden sei, möchte man die Entscheidungsgrundlage bereits im Vorfeld möglichst gut vorbereiten und klar informieren.

Dazu trugen am Elternabend auch die ehemaligen Schülerinnen und Schüler bei, vier junge Erwachsene, welche im Podiumsgespräch mit ihren damaligen Klassenlehrpersonen darüber Auskunft gaben, welche Erfahrungen sie in der jeweiligen Stufe gemacht haben. Warum war die Sek B, E oder P für sie die geeignete Stufe? Schliesslich erhielt Thomas Jenni, kantonaler Beauftragter für das Lehrstellenmarketing das Wort. Gemeinsam mit Ivan Milovanovic, Ausbildner im Autogewerbeverband, wies er vor allem auf die Durchlässigkeit des schweizerischen Berufsbildungssystem hin. Es sei eben sehr gut möglich und komme immer wieder vor, dass man seine Ausbildung zwar in einer tieferen Schulstufe starte, dann aber mit etwas mehr Zeit genauso hohe Aus- und Weiterbildungen abschliessen könne wie aus anderen Schulstufen. „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, so Jenni.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden. Zur Datenschutz-Seite

Schließen